Was eine indikative Werteinschätzung leistet und was sie bewusst nicht ersetzt
Die meisten Pflegeunternehmer kennen ihren Umsatz, ihre EBITDA-Marge und ihre Auslastung. Was sie meist nicht kennen, ist eine belastbare Antwort auf die einfache Frage: Was würde mein Unternehmen heute am Markt erzielen? Diese Wissenslücke ist kein Versäumnis, sondern strukturell, weil Marktwerte im Pflege-M&A sich aus realen Transaktionen ergeben, die nicht öffentlich publiziert werden. Wer noch nie verkauft hat, hat keine Datenbasis.
Eine indikative Werteinschätzung von MSI Partners schließt genau diese Lücke. Wir lassen Ihre Angaben nicht von einer KI in zehn Sekunden durch einen Algorithmus jagen. Wir setzen uns persönlich hin, prüfen Ihre Zahlen individuell und vergleichen sie mit realen Transaktionen aus unserer Mandatsarbeit der letzten 24 Monate. Hinter einem ambulanten Pflegedienst, einem Pflegeheim oder einer Tagespflege steht oft ein Lebenswerk, das einen würdigen Nachfolger verdient, und genau diese Würdigung ist unser Maßstab. Nach unserer Sichtung laden wir Sie gerne zu einem kostenfreien 15-minütigen Erstgespräch ein, in dem wir die Bandbreite, die Werthebel und die nächsten möglichen Schritte gemeinsam besprechen.
“Ein Pflegeunternehmen ist selten nur eine Bilanz. Es ist oft ein Lebenswerk, das einen würdigen Nachfolger verdient. Genau deshalb analysieren wir keine Tabelle in zehn Sekunden, sondern setzen uns persönlich mit Ihrer Situation auseinander.”
Was die Bewertung leistet: Sie gibt Ihnen eine realistische Bandbreite, in der sich ein professioneller Verkaufsprozess bewegen würde, typischerweise als Spanne mit unterer und oberer Grenze, weil Punktwerte in der Indikationsphase keine seriöse Aussage zulassen. Sie liefert die zweite wichtige Information mit: Welche Werthebel würden in einem strukturierten Prozess greifen, und welche Risiken müssen vorab adressiert werden, bevor ein Käufer den oberen Bandbreiten-Wert zahlt. Diese Hebel-Analyse ist oft wertvoller als die Bandbreite selbst.
Was die Bewertung bewusst nicht leistet: Sie ersetzt keine Financial Due Diligence. Sie ist keine Garantie für einen finalen Kaufpreis. Sie berücksichtigt keine individuellen Earn-Out-Strukturen, Verkäuferdarlehen oder Garantie-Versicherungen, die im Verhandlungsprozess den effektiven Wert prägen. Für all das braucht es ein vollständiges Sell-Side-Mandat mit DD-Begleitung. Die indikative Bewertung ist der erste Schritt, bewusst niederschwellig, bewusst kostenfrei, bewusst ohne Verpflichtung.
Innerhalb von zwei bis drei Werktagen nach Absenden Ihrer Angaben erhalten Sie unsere Einschätzung in einem 15-minütigen Strategiegespräch. Dort besprechen wir die Bandbreite, die wesentlichen Werthebel und ehrlich, ob ein Verkaufsprozess für Sie aktuell sinnvoll wäre. Wie der gesamte Sell-Side-Prozess danach strukturiert ist, beschreiben wir auf unserer Sell-Side-Mandat-Seite.
Wie viel ist Ihr Pflegeunternehmen wert?
Indikative Werteinschätzung für ambulante Pflege, Pflegeheime, Tagespflege, AKI und SAPV. Innerhalb von 2 bis 3 Werktagen, vertraulich, kostenfrei.
Marktübliche EBITDA-Multiples im deutschen Pflege-M&A, Stand 2026
Diese Bandbreiten basieren auf realen Transaktionen der letzten 24 Monate, gewichtet nach Größe, Region und Wachstumsdynamik. Der finale Wert hängt immer von individuellen Werthebeln ab, die wesentlichen sind je Sektor aufgeführt. Eine konkrete Bandbreite für Ihr Unternehmen erhalten Sie über den Rechner oben.
Ambulanter Pflegedienst
- Patientenmix nach Pflegegrad
- FTE-Effizienz und Tourenplanung
- Fluktuationsrate Pflegekräfte
- Digitalisierungsgrad
Pflegeheim
- Auslastung und Belegungs-Stabilität
- Immobilien-Struktur (OpCo/PropCo)
- Personalstruktur und Fachkraftquote
- Regionale Wettbewerbsdichte
Tagespflege
- Auslastungs-Stabilität
- Verträge mit Pflegekassen
- Familiäre Wiederbuchungsrate
- Standortbindung
AKI / SAPV
- OPS 8-718-Zertifizierung
- Vergütungsstabilität Kassen
- Fachkräfte-Loyalität
- Versorgungs-Komplexität
Pflegeimmobilie
- Bewertung über Bruttoanfangsrendite (BAR)
- Mietvertrags-Restlaufzeit
- Betreiber-Bonität
- Lage und Marktwachstum
Diese Bandbreiten sind Marktbeobachtungen, keine Bewertungs-Zusagen. Pflegeimmobilien werden anders bewertet als operative Pflegeunternehmen, die BAR-Rendite ist hier der Standard, nicht ein EBITDA-Multiple.
Drei Schritte vom Formular zur indikativen Bewertung
Sobald Sie das Formular abgeschickt haben, beginnt der Prüfprozess. Sie erhalten innerhalb von zwei bis drei Werktagen eine erste Einschätzung, ohne Verpflichtung, ohne Zwang zum nächsten Schritt.
Sichtung Ihrer Angaben
Wir prüfen Ihre Daten auf Plausibilität und ordnen Ihr Unternehmen in den aktuellen Marktkontext ein. Bei wesentlichen Unklarheiten zu Auslastung, Patientenmix oder Vergütungsstruktur melden wir uns vorab telefonisch oder per E-Mail. Diese Phase dauert typischerweise einen Werktag.
Indikative Bandbreite
Wir errechnen eine Bandbreite auf Basis vergleichbarer Transaktionen der letzten 24 Monate, gewichtet nach Sektor, Region und individuellen Werthebeln. Sie erhalten die Bandbreite schriftlich, mit kurzer Erläuterung der wichtigsten Annahmen und Hebel. Diese Phase dauert ein bis zwei Werktage.
15-Min-Strategiegespräch
In einem 15-minütigen Telefongespräch besprechen wir die Bandbreite, die Werthebel und ehrlich, ob ein strukturierter Verkaufsprozess für Sie aktuell sinnvoll wäre. Dieses Gespräch ist Teil der kostenfreien Indikation, Sie sind danach zu nichts verpflichtet. Wie der gesamte Sell-Side-Prozess danach aussieht, beschreiben wir auf unserer Sell-Side-Mandat-Seite.
Drei Werthebel, die in jedem Pflege-Mandat entscheiden
Eine Multiple-Bandbreite ist nur die halbe Antwort. Die andere Hälfte ist: Wo in der Bandbreite landet Ihr Unternehmen am Verkaufstag? Drei Werthebel entscheiden in fast jedem Pflege-Mandat, ob der Verkauf am unteren oder am oberen Bandbreiten-Ende erfolgt, und wir besprechen sie im Strategiegespräch konkret für Ihre Situation.
Werthebel eins ist die Personal-Stabilität. Im Pflege-M&A ist Fluktuation der wichtigste Wertkiller, Käufer ziehen 5 bis 15 Prozent ab, wenn die Fluktuation über dem Branchen-Median liegt. Wer vor der Käuferansprache eine 24-Monats-Statistik mit niedriger Fluktuation vorweisen kann, verhandelt aus einer messbar stärkeren Position. Wer chronisch Personal verliert, muss diese Schwäche ehrlich offenlegen und über andere Hebel kompensieren.
Die obere Bandbreite zu erreichen, hat selten mit dem Unternehmen zu tun, das Inhaber verkaufen. Es hat mit dem Unternehmen zu tun, das wir gemeinsam in 6 bis 12 Monaten daraus machen.
Werthebel zwei ist die Vergütungsstabilität gegenüber Pflegekassen. Versorgungsverträge nach §132a SGB V (ambulant) und §72 SGB XI (stationär) sind im deutschen Pflege-M&A das wichtigste Asset überhaupt, und gleichzeitig die größte Verhandlungsmasse. Wer ungünstige Vergütungssätze hat, wer Change-of-Control-Risiken in den Verträgen hat oder wer regulatorische Risiken nicht aktiv managt, gibt am Verkaufstag Multiples ab. Werthebel drei ist die Skalierbarkeit: Lässt sich Ihre Plattform regional oder sektoral ausbauen, oder ist das Geschäft an Ihre persönliche Inhaber-Präsenz gebunden?
Im Strategiegespräch besprechen wir konkret, wo Sie heute stehen und welche Hebel realistisch in welcher Zeit greifen würden. Manchmal lautet die ehrliche Antwort: Heute verkaufen Sie zum unteren Drittel, in 18 Monaten zum oberen Drittel, das macht je nach Größe einen Unterschied von 1 bis 4 Millionen Euro. Diese Ehrlichkeit ist Teil der kostenfreien Indikation.
Lieber direkt sprechen?
Im 15-minütigen Strategiegespräch besprechen wir Ihre individuelle Bewertungs-Bandbreite und die wesentlichen Werthebel. Vertraulich, unverbindlich, kostenfrei.
Antworten auf die wichtigsten Fragen zur Unternehmensbewertung
Diese Fragen stellen uns Inhaber von Pflegeunternehmen in fast jedem Erstgespräch. Hier finden Sie ehrliche Antworten, basierend auf unserer Marktbeobachtung und über 20 Jahren Branchenerfahrung.



