board mit blauen Lichtspuren – Symbolbild für den digitalen Wandel im Gesundheitssektor und neue Anforderungen an Anbieter

Digitale Gesundheit & Technologie

Gesundheitssektor im Wandel, Anbieter richtig aufstellen

Leonard Scheidel · Junior Partner MSI Partners

Leonard Scheidel

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Gesundheitssektor im Wandel, Anbieter richtig aufstellen

Seit Jahren steht der deutsche Gesundheitssektor unter wachsendem Druck: Die Ausgaben steigen (498,1 Mrd. € im Jahr 2022, rund 13,2 % des BIP ) und das Personal bleibt knapp. Laut Bundesagentur für Arbeit waren 2023 rund 35 000 Stellen in der Pflege unbesetzt (arbeitsagentur.de). Gleichzeitig liegt die Digitalisierung weit zurück: In Kliniken erreicht Deutschland im EMRAM-Ranking nur einen Wert von 2,3 (EU-Durchschnitt: 3,6) (researchgate.net). Die Pandemie hat diese Spannungen nicht gelöst – sie hat sie sichtbar gemacht. Kurz erklärt: Der deutsche Gesundheitssektor ist 2026 mit 498 Mrd. € (13,2 Prozent des BIP) unter strukturellem Druck. Anbieter mit Plattform-Strategie, IT-Konsolidierung und ESG-Tiefe gewinnen, Single-Site-Anbieter verlieren strukturell.

„Veränderung ist kein Nettonutzen, man kann sie nur gestalten – oder von ihr überrollt werden.“

Damit die Gesundheitsbranche stabil bleibt – und verbessert –, sind klare Strategien nötig: digitale Infrastruktur, effiziente Personalsysteme, vernetzte Versorgungsmodelle. Zahlen, die den Druck belegen

Kennzahl

Wert / Quelle

Gesundheitsausgaben (2022)

498,1 Mrd. € – 13,2 % des BIP

Offene Pflege-Stellen

etwa 35 000 (2023) (statistik.arbeitsagentur.de, arbeitsagentur.de)

Digitale Reife Krankenhäuser

EMRAM-Level 2,3 (EU-Durchschnitt 3,6) (researchgate.net)

Zentrale Herausforderungen – und was sie so brannt machen Die Zahl der Pflegebedürftigen steigt, während Versorgungssysteme an ihre Grenzen stoßen. Effektive Alternativen (z. B. ambulante Verbünde, stationäre Versorgung neu denken) bleiben Stückwerk. Gleichzeitig ist Digitalisierung nicht mehr optional – sie ist Voraussetzung. Gesetzliche Initiativen wie die ePA-Version 3.0 (für alle gesetzlich Versicherten ab 2025) schaffen Rahmen; aber technische und kulturelle Umsetzung bleiben vielerorts hinter den Erwartungen (OECD–Digitalisierung). Fachkräftemangel verschärft alles: Der Mangel ist so groß, dass Pflegefachkräfte auf der Liste der Engpassberufe ganz oben stehen (de.wikipedia.org). Die Verweildauer offener Stellen liegt bei rd. 269 Tagen in Krankenhäusern und 296 Tagen in der Altenpflege (zeit.de) – ein Alarmsignal für unsere Versorgung. Strategische Handlungsfelder Die Situation erfordert handelbare Strategien: Digitale Infrastruktur und ePA-Integration : Um ePA, Telemedizin und Prozessautomatisierung breit nutzbar zu machen. Das Krankenhauszukunftsgesetz fördert schon jetzt digitale Pflege- und Dokumentationslösungen (de.wikipedia.org). Neue Versorgungsmodelle : Kooperation über ambulante, stationäre und präventive Akteure, um patientenzentrierte und effiziente Versorgung zu ermöglichen. Geschäftsmodelle mit Skalierung : Plattformangebote, Franchise-Modelle oder modulare Services brechen starre Strukturen auf. Employer Branding & Personalstrategie : Flexible Arbeitsmodelle, Sinnvermittlung, klare Strukturen machen Einrichtungen attraktiv – und steigern Resilienz im „War for Talents“. Der Quadrant Realität vs. Anspruch Zahlen zeigen: Gesundheitsausgaben steigen weiter, aber Produktivität, Digitalisierung und Personalausstattung bleiben häufig hinter dem Bedarf zurück. Die strategische Antwort darf nicht erst bei Krise einsetzen, sondern muss präventiv, datenbasiert und mutig sein. Wer jetzt handelt, sichert Versorgung. Fazit Der Wandel im Gesundheitswesen ist nicht rückgängig zu machen. Aber wer aktiv gestaltet, mit klarer Digital-, Personal- und Versorgungsstrategie,, überlebt nicht nur, sondern kann Marktchancen nutzen. Ob Pflegedienst, Klinik oder Start-up: Entscheidend ist der Mut, über morgige Versorgung nachzudenken – und sie heute zu bauen. Wir bei MSI Partners begleiten diesen Wandel mit strategischer Klarheit, Investorenzugang und praktischer Umsetzungskompetenz. Häufige Fragen Wie groß ist der deutsche Gesundheitsmarkt? 498,1 Mrd. Euro Gesamt-Ausgaben 2022, rund 13,2 Prozent des BIP. Strukturelles Wachstum mit demografischem Treiber, gleichzeitig Druck durch Personal-Engpässe und steigende Refinanzierungs-Lücken. Welche Treiber prägen den Wandel 2026? Vier Treiber: demografische Alterung mit verdoppelten Hochaltrigen-Kohorten ab 2035, akuter Personalmangel mit 200.000+ unbesetzten Stellen, Digitalisierungs-Druck mit eDoku/KI-Pflanung, regulatorischer Wandel (CSRD, IPReG, MDR). Welche Strategien funktionieren für Anbieter? Drei Erfolgs-Strategien: Plattform-Aufbau mit überregionalem Recruiting, IT-Konsolidierung als Skalen-Hebel, ESG-Tiefe mit CSRD-Reporting als Investment-Türöffner. Single-Site-Anbieter ohne diese Hebel verlieren strukturell. Wer gewinnt im Wandel? Drei Profile: Plattform-Konsolidierer mit Buy-and-Build-Logik (PE-getrieben), strategische Pflegekonzerne mit DACH-weitem Mandat, spezialisierte HealthTech-Anbieter mit Skala-fähigen B2B-Modellen. Was ändert sich strukturell 2026? Drei Strukturveränderungen: weitere Konsolidierung mit Top-10-Plattformen pro Sub-Sektor, ESG als hartes Investitions-Kriterium (CSRD ab 2025 stufenweise verpflichtend), Internationalisierung mit Cross-Border-Investments.

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Verkäufer mit Käufern. Gründer mit Investoren. Operatoren mit Kapital. 20 Jahre Branchenfokus und 6.000+ Entscheiderkontakte im Pflege- und Gesundheitssektor.

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